



Weinbruderschaft Krems
Mitglied der Gemeinschaft der deutschsprachigen Weinbruderschaften
www.weinbruderschaft.org
Erste österreichische Weinbruderschaft "VINUM CHREMISENSE DECUS ET GLORIA MENSAE"
Der Martinstag (11. November) des Jahres 1970 ist der Gründungstag der Ersten Österreichischen Weinbruderschaft Krems. Die Revitalisierung der Dominikanerkirche und die Vorbereitungen zur Ausstellung 1.000 Jahre Kunst in Krems gaben Anstoß zur Bildung des Proponentenkomitees für die Gründung einer Weinbruderschaft nach Pfälzer Muster. Von den ersten 24 Mitgliedern, für Weinkultur und Weingenuss aufgeschlossene Persönlichkeiten, waren die Hälfte im Weinbau tätig. Heute zählt die Bruderschaft 60 Mitglieder aus dem Raum der Weinbaugebiete Wachau, Kremstal, Kamptal, Traisental und Donauland.
Der Sitz der Bruderschaft ist Krems. Sie ist Mitglied des Verbandes der deutschspracheigen Weinbruderschaften. Der Wahlspruch des Vereines Vinum Chremisense, Decus Et Gloria Mensae geht auf einen Brief des Abtes von Goldenkron zurück, dessen südböhmisches Kloster in Krems auf dem Gelände der heutigen Volksschule Hafnerplatz/Spitalgasse einen Lesehof besaß.


In den Statuten des Vereines, vom Gründungsvorsteher Dr. Herbert Franz ausgearbeitet, heißt es: Der Verein bezweckt den Zusammenschluss von ehrsamen Männern, die für die Ehrlichkeit und Lauterkeit des Weines einstehen, den verständnisvollen Genuss fördern und dem Wein die Achtung als Kulturgut zollen, so insbesondere bestrebt sind, das Wissen um die Vorzüge des heimischen Weines für die Lebensbejahung zu verbreitern, insbesondere durch Pflege der Geselligkeit mit Veranstaltungen kultureller Art wie Weintaufe am Martinstag, Abhaltung einer Schulung zur Weinkennerschaft (die Teilnahme ist verpflichtend), durch Führung einer Vinothek, in der edle Weine aufbewahrt und auf Anordnung des Bruderschaftsrates verkostet werden, durch Förderung der Belange des Kremser Weinbaumuseums sowie durch Aufnahme von Verbindungen mit anderen Weinbruderschaften des In- und Auslandes und durch Reisen in Gebiete vorhandener Weinkultur.
Die Leitung des Vereines obliegt dem Vorsteher und dem Bruderschaftsrat (Vorsteher, Stellvertreter, Sekretär, Kassier, Bibliothekar, Vinothekar), der Hauptversammlung, dem Ehrengericht und den Rechnungsprüfern.
Der Bruderschaftsrat wird auf Dauer von zwei Jahren gewählt. Von ihm gehen auch die Vorschläge für das Jahresprogramm, die Martinifeier und die Wein-Kulturreise aus. Gewählt werden auch zwei Rechnungsprüfer. Männer, die sich um die Ziele der Vereinigung Verdienste erwerben, können über einstimmigen Vorschlag des Bruderschaftsrates zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Ebenso können verschiedene Vorstände zu Ehrenvorständen ernannt werden, die Sitz und Stimme im Bruderschaftsrat haben.
Seit 1992 erscheint jährlich ein 32-seitiger Jahresbericht. Auch zeichnet die Weinbruderschaft Krems für die Herausgabe des Buches Der Kremser Wein und die klösterlichen Lesehöfe, Zweitausgabe 1998.
Vorsteher seit der Gründung: Dr. Herbert Franz (1970-1985), Hofrat Dr. Walter Hanika (1985-1995), Dipl. Ing. Fritz Mahrer (1995-2001), OSR Dir. Hans Frühwirth (ab 2001-2002), OSR Ing. Karl BAUER (ab 2002 ..).
Postanschrift: Ing. Karl Bauer, Kellergasse 47, A-3500 Krems-Rehberg
Tel. 02732 79652